Infoveranstaltung 8.Juni 20:00 Uhr: Wir kommen um zu stören – IMK auflösen!

Am 8. Juni veranstaltet www.antinationale.org eine Infoveranstaltung zur Innenministerkonferenz, die 2011 in Frankfurt stattfinden wird, im Philocafé.

Mehr Infos gibt es hier: http://antinationale.org/?page_id=22&tid=398.

Ende der Antira-Woche

Die Antira-Woche im Philocafé endete letzten Samstag mit einer Demonstration durch die Saarbrücker Innenstadt.

Antira-Demo

Einen Bericht über die Demo und Fotos könnt ihr hier finden: https://linksunten.indymedia.org/de/node/39867.

Interview mit Campusradio

Sandra hat dem Campusradio hier in Saarbrücken ein İnterview zum Philocafe an sich und zu unserer Antirassismuswoche gegeben. Mit Musik zu hoeren unter http://funkloch.fm am Montag und am Mittwoch jeweils um 20 Uhr.

Das reine İnterview ohne Musik gibt es hier: Interview mit Campusradio

Demoaufruf 14.05. – Flüchtlingslager schliessen!


In Lebach wohnen zur Zeit ungefähr 800 Menschen unter unwürdigen Bedingungen in einem Flüchtlingslager. Sie befinden sich dort nicht, weil man sie nicht dezentral unterbringen könnte, oder weil man es sich nicht leisten kann, ihnen etwas anderes zu geben als Nahrungsmittelpakete – ganz im Gegenteil. Es wäre günstiger, humaner und fairer, ihnen Geld und Bewegungsfreiheit zu gewährleisten. Sie leben dort aus einem perfiden Grund: Abschreckung! Man gewährt Flüchtlingen hiermit voller Absicht ein fürchterlich eingeschränktes Leben, um weitere von der Einreise in dieses Land abzuhalten. Deswegen werden Menschen, die vor Krieg und Hunger flüchteten hier, in einem der reichsten Länder der Welt, wie ein Haufen Dreck behandelt.

Wir fordern alle Menschen auf, nicht länger weg zu sehen und einen so
unmenschlichen „Normalzustand“ zu tolerieren. Es sind nicht nur die Gesetzgeber, Strafvollzugsbeamten und Grenzschutztruppen, die diesen rassistischen Prozess aufrechterhalten. Die menschenverachtende Behandlung, die dort hinter verschlossenen Türen stattfindet, darf nicht weiter unterstützt und fortgesetzt werden.

Deswegen am 14. Mai auf die Straße gehen!

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Plakat

Programm der Antira-Woche


Von Lampedusa bis Lebach – Aktionswoche gegen Rassismus, Abschiebung und europäische Asylpolitik
Die jüngsten Umstürze in der arabischen Welt haben die Lebenssituation zahlreicher Menschen plötzlich und auf dramatische Weise verändert, vorerst leider zumeist zum Schlechteren.

Dieser Umstand und die Destabilisierung der Ländergrenzen in Folge der inneren Auseinandersetzungen führte zum raschen Anstieg von Flüchtlingsbewegungen aus Nordafrika. Für die gefährliche Odyssee an die Grenzen Europa zahlen Flüchtlinge nicht nur vierstellige Beträge an Schleuserbanden, ca. 16.000 von ihnen kostete sie in den letzten 15 Jahren das Leben.

Die EU-Strategie im Umgang mit ungewollter Zuwanderung setzt sich in erster Linie aus Grenzsicherung (Gründung der Europäischen Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen: FRONTEX 2004, Übereinkunft über den Einsatz sogenannter Rapid Border Intervention Teams) und Abschreckung (z.B. Überschreiten der Notfallkapazitäten im “Empfangslager” Lampedusa um das Vielfache) zusammen, dabei wird systematisch gegen Menschenrechte und die Genfer Flüchtlingskonvention verstoßen.

Die hygienischen Zustände in den Auffanglagern sind häufig katastrophal, Frauen sind z.T. Zwangsprostitution und Vergewaltigungen ausgesetzt.
Falls die Flüchtlinge einen Asylantrag stellen dürfen, was ihnen häufig rechtswidrig versagt wird, verbessert sich ihre Lage nur unzureichend.
Durch die in Deutschland geltende Residenzpflicht werden sie in ihrer Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt und da selbst nach mehreren Jahren Aufenthalt nur die Wenigsten eine Arbeitserlaubnis erhalten, bleiben sie auf Sozialleistungen noch weit unter ALG-II-Niveau angewiesen.
Was die Bevölkerung in den Ländern der EU nur durch Zeitung und Fernsehen mitbekommt, ist für die betroffenen Flüchtlinge oft der Einschnitt in ihrem Leben, ca. 40% von ihnen leiden unter posttraumatischen Belastungsstörungen, Depression und Suizid sind weitere häufige Folgen ihrer Erlebnisse.

Dabei liegt eine Wurzel der Flüchtlingsproblematik in non-fair trade, Lebensmittelsubventionen und Überfischung durch die EU, die auch hauptverantwortlich für die globale Erwärmung und ihre dramatischen Folgen wie Wassermangel und Naturkatastrophen für hunderte Millionen Menschen vor allem in der zweiten und dritten Welt ist. Darüber hinaus stabilisieren vor allem die Staaten Westeuropas jahrzehntelang eben jede Regimes in Nordafrika, die nun die Befreiungsbewegungen in Nordafrika mit Waffengewalt zu ersticken versuchen.

Aus diesem Grund beherbergt das Philosophencafé vom 9. – 13.05 die Ausstellung “Innenansichten – Bilder aus der Abschiebehaft in Ingelheim” des Diakonischen Werks Hessen-Nassau. Parallel werden Vorträge von Referenten aus verschiedenen Bereichen zur regionalen und europäischen Flüchtlingspolitik und der Situation der Flüchtlinge in der EU stattfinden.
Am Ende der Woche soll ein gefestigter Eindruck vom Umgang Europas mit seinen ungeliebten Flüchtlingen und die ansatzweise Beantwortung der Frage “was kann ich dagegen tun?” entstehen. Außerdem werden Filme zum Thema gezeigt; alles wie gewohnt bei günstiger Verpflegung und in Gesellschaft netter Leute.
Eine Demonstration für die sofortige Schließung der Flüchtlingslager in Lebach und weltweit, sowie gegen staatlichen und gesellschaftlichen Rassismus rundet die Woche ab.

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