Das Philocafé ist in erster Linie eines: selbstverwaltet. Wer sich im Philocafé aufhält, kann alles mitentscheiden, was das Philocafé betrifft. Wir brauchen keine Vertretung, wir vertreten uns selbst.

Wir wollen einen Ort schaffen und erhalten, an dem man mehr als nur konsumieren kann. Wir wollen ein Café, in dem wir machen können, was wir wollen. Wir wollen ein Café, das sich unseren Bedürfnissen anpasst. Wir wollen ein Café, in dem wir lernen, uns austauschen und lachen können, ohne etwas kaufen zu müssen.

Neben dem Prinzip der Selbstverwaltung gelten im Philocafé noch einige Grundsätze, die wir als notwendig erachten, um die Selbstverwaltung aufrecht zu erhalten und uns gegen Angriffe auf diese zu verteidigen. Da wir das Philocafé als ein emanzipatorisches Projekt betrachten, haben wir keinen Platz für Rassisten und Antisemiten, Sexisten und Homophobe. Wir haben keinen Platz für Ideologien der Ungleichheit von Menschen. Wir wollen einen Ort schaffen, an dem alle unabhängig von sozialer Herkunft, Geschlecht oder Religion partizipieren können.

Wir haben eine Vollversammlung (VV), zu der jede_r eingeladen ist, der/die im Philocafé mitarbeiten möchte. Die VV organisiert alles rund um das Café, zum Beispiel verwalten wir die Kasse, bestellen Getränke und Kaffee oder koordinieren die Veranstaltungen. Jede_r, der/die z.B. Filmvorführungen, Vorträge, Konzerte, Parties etc. veranstalten möchte, sollte Vorhaben mit uns abklären, damit wir ihn oder sie dabei unterstützen können; so kann auch verhindert werden, dass mehrere Veranstaltungen gleichzeitig stattfinden. Auf der VV versuchen wir, im Konsens zu entscheiden, sollte das nicht klappen wird entweder (wenn alle zustimmen) ein Mehrheitsvotum durchgeführt oder wir treffen keine Entscheidung. Jede_r kann sich auf der VV einbringen.

Selbstverwaltung in allen Lebensbereichen!